Während der Kät und auch bei der Abstimmung im Voting-Modul, sind viele Fragen aufgeworfen wurden. Wir haben diese an die Stadtverwaltung weiter geleitet. Herr Christian Eberhardt war so freundlich und hat Antworten auf Ihre / Deine Frage gefunden:
Wir bedanken uns für deine Hinweise, welche Geschäfte zur Annaberger Kät eventuell Berücksichtigung finden sollten. Grundlegend müssen wir jedoch davon ausgehen, dass wir die Kät keineswegs mit den großen Festen, die im alten Bundesgebiet historisch gewachsen sind, vergleichen können. Die Liste der Volksfeste ist sehr lang, bis man auf einer Ebene ankommt, die die Dimension und Bedeutung der Annaberger Kät aufweist. Da wären, um nur einen kleinen Teil zu nennen: Das Münchner Oktoberfest, Rheinkirmes Düsseldorf, Cranger Kirmes, Hamburger Dom, Freimarkt Bremen, Cannstatter Wasen usw. All diese Volksfeste können Besucher in Millionenhöhe verzeichnen. Da bleiben wir mit unserer Annaberger Kät natürlich weit darunter. Es liegt auf der Hand, dass natürlich jedes Schaustellerunternehmen an der Teilnahme an diesen Festen großes Interesse hat. Hinzu kommt, dass sich Schausteller wie
Otto Barth, Ewald Schneider, Angela Bruch oder zum Teil auch Alexander und Michael Goetzke einen Großteil ihrer Plätze aussuchen können. Leider sind wir nicht in der glücklichen Situation, dass diese Schaustellerfirmen ein permanentes Interesse an einer Teilnahme an unserer Annaberger Kät haben.Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, dann ist es hin und wieder möglich, den Einen oder Anderen für eine Teilnahme gewinnen zu können, jedoch erfordert dies stets eine relativ lange Vorbereitungsphase, intensive Gespräche und entsprechende Verhandlungen. Wir stehen natürlich mit allen Schaustellern in Kontakt und prüfen regelmäßig, auf welche Attraktionen wir zurückgreifen können.
Wie du richtig darstellst, liegt der einzigartige Reiz unserer Annaberger Kät in ihrem Flair mit der terrassenförmigen Anordnung und der historisch gewachsenen Tradition im Erzgebirge und im gesamten sächsichen Raum. Aber eben diese Terrassenform zwingt uns feststehende Bebauungsgrenzen auf, die auf vergleichbaren Volksfesten bei Weitem nicht diese Rolle spielen. Insofern müssen wir bei der Auswahl der Geschäfte nicht nur nach deren Attraktivität und Einzigartigkeit gehen, sondern von vornherein auch die Grundabmessungen und die spezifischen logistischen Besonderheiten berücksichtigen. Es kann also nicht gewährleistet werden, jedes Geschäft oder gar ganze Bereichsbelegungen, die auf anderen Volksfesten präsent sind, in die Bebauung der Annaberger Kät zu übernehmen.
Dass in diesem Jahr ein relativ großer Anteil an holländischen Schaustellern zur Annaberger Kät vertreten war, ist reiner Zufall.
Ursprünglich war für uns nicht vorhersehbar, dass hinter den Geschäften holländische Eigentümer/Betreiber stehen. Dies hat am Ende auch keine Rolle gespielt, weil alle getroffenen Absprachen und Vereinbarungen hundertprozentig eingehalten und umgesetzt wurden. Ob die Kät für diese Partner auf ihrer Tourneeroute lag, können wir nicht mit Sicherheit sagen, wenngleich wir wissen, dass der Euro-Coaster und die River-Rafting-Bahn ursprünglich in Bayreuth stehen sollten und daher von vornherein eine Routenplanung stattgefunden hat. Die Schausteller wissen genau, welche Teilnahmen an Volksfesten erfolgsversprechend sind und welche nicht. Im
Hinblick auf die derzeitigen Treibstoffpreise usw. wägen sie definitiv alle beeinflussenden Faktoren ab, bevor sie sich festlegen, welche Plätze sie am Ende beschicken und dabei spielt die Tourneeroute eine ganz wesentliche Rolle.Über eine Verlängerung der Kät wurde schon viel spekuliert. Aus gegenwärtiger Sicht muss jedoch eindeutig gesagt werden, dass eine Verlängerung um eine Woche in absehbarer Zeit nicht in Erwägung gezogen werden kann. Wie bereits dargelegt, lebt die Annaberger Kät ganz entscheidend von ihrer gewachsenen Tradition. Zu dieser Tradition gehört auch der Zeitpunkt und die Zeitdauer ihrer Durchführung. Bei einer Verlängerung würde es zu Terminüberschneidungen mit anderen Festen kommen, was wiederum den Schaustellerunternehmen eine Teilnahme erschweren würde. Abgesehen davon, verfügt jedes Volksfest über eine gewisse Kapazitätsgrenze an Besuchern und an zu erreichenden Umsätzen. Das bedeutet, dass bei einer Verlängerung sich diese Faktoren auf eine längere Zeitspanne verteilen würden und unter dem Strich die Nachteile (höhere Stand- und Betriebskosten…) überwiegen würden. Dennoch ist nicht gesagt, dass sich nicht in Zukunft die Grundvoraussetzungen anders gestalten und ein derartiges Anliegen durchaus aufgegriffen werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Christian Eberhardt
Große Kreisstadt Annaberg-Buchholz
Fachbereich Kultur/Marketing/Tourismus
Markt 1, 09456 Annaberg-Buchholz
Fon 0049 (0)3733 425 282
Email: christian.eberhardt@annaberg-buchholz.de
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Eberhardt und nehmen gern im Kommentarbereich weiter Ideen, Anregungen und Fragen entgegen.
Juli 19th, 2011
ReneGoldschadt
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