“Der Tag der Menschen mit Behinderungen auf der Annaberger Kät ist ein Zeichen für all jene, die nicht unbedingt auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Ihnen wollen wir einen angenehmen und ungestörten Besuch der Annaberger Kät ermöglichen“, so die einhellige Meinung von Schaustellern und Stadtverwaltung zu diesem besonderen Angebot auf dem größten Volksfest des Erzgebirges.
Jeweils am Kät-Donnerstag, in diesem Jahr am 10. Juni, sind das Kät-Gelände, die Fahrgeschäfte und die Imbiss-Buden von 10.00 bis 12.00 Uhr ausschließlich für diesen Personenkreis reserviert. Dass dieses Anliegen auf fruchtbaren Boden fällt, beweisen auch in diesem Jahr wieder rund 1400 Menschen mit Behinderungen, die aus dem gesamten Regierungsbezirk Chemnitz nach Annaberg-Buchholz kommen.
In jedem Jahr gibt es dabei strahlende Gesichter und tolle Stimmung. Fast allen behinderten Gästen spürt man ab, dass der KÄT-Besuch einen echten Höhepunkt im Jahreslauf darstellt. Besonders solche Geschäfte wie der „Top-Car-Autoscooter“ oder die Geisterbahn sind meist dicht umlagert, da sie den Behinderungen Rechnung tragen oder teilweise barrierefrei sind.
Ein echter Renner ist in jedem Jahr das Riesenrad. Besonders Mutige wagten sich sogar auf die „Sound Machine“, das „Magic“ oder das „Panic“ mit ihren dreidimensionalen Bewegungen. Selbst auf der gigantischen Achterbahn „Olympia-Looping“ mit ihren fünf olympischen Ringen werden die Teilnehmer erwartet.
Für die Schausteller ist dieser Tag mehr als eine nette Geste.
Aufgrund dessen, dass die Fahrten in der Regel kostenlos ermöglicht werden, ist er mit echtem finanziellen Aufwand verbunden. Dennoch gibt es eine große Bereitschaft, den Tag durchzuführen.
Dazu ein Schausteller: „Wer nicht geben kann, darf auch nicht nehmen. Wir wollen einfach, dass die
Menschen Freunde haben.“
Und der Besitzer des Riesenrades: „Die strahlenden Augen der Behinderten sind für uns der schönste Lohn“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ein Dank gilt allen, die zum Gelingen des Tages beitragen.
Juni 9th, 2010
ReneGoldschadt
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Dieser Tag wird für viele von ihnen ein unvergessliches Erlebnis sein, wie wir bereits in den Vorjahren feststellen konnten. 





